Kurz vor dem Halbfinale gegen Schwerin richtet sich der Blick nicht nur auf das, was kommt – sondern auch auf das, was bereits beeindruckend gewachsen ist. Die aktuellen Ranglisten des Streamingdienstes Dyn zeigen eindrucksvoll, welchen Weg der VfB Suhl LOTTO Thüringen in dieser Saison gegangen ist. Es sind nicht nur Zahlen. Es sind Geschichten. Geschichten von Entwicklung, Mut und einer Mannschaft, die sich ihren Platz an der Spitze erarbeitet hat.
Für viele Fans ist Volleyball längst mehr als nur ein Spiel. Es ist ein Zusammenspiel aus Timing, Vertrauen und klaren Rollen. Jede Position auf dem Feld trägt ihren Teil dazu bei: Die Zuspielerin als Taktgeber, die Außenangreiferin als Allrounder, die Diagonalspielerin als Punktelieferanten, die Mittelblockerin als Bollwerk am Netz und der Libera als Rückgrat der Defensive. Genau in diesen Rollen zeigt sich, wie stark ein Team wirklich ist – und genau dort setzt Suhl in dieser Saison Maßstäbe.
Mackenzie Foley – Der Maßstab auf Außen
Angeführt wird diese Entwicklung von einer Spielerin, die in kürzester Zeit die Liga geprägt hat: Mackenzie Foley. Platz eins unter den Außenangreiferinnen ist mehr als nur eine Auszeichnung – es ist ein Statement.
Was sie besonders macht, bringen die Dyn-Kommentatoren auf den Punkt:
„Sie ist die beste Annahmespielerin der Liga, sie hat die beste Kill-Quote. Sie ist in die Liga gekommen und hat gesagt: ‚Bähm, da bin ich. Dass diese Frau so einschlägt und in den Statistiken so dominiert...‘ ist bemerkenswert.“
Foley verkörpert genau das, was Suhl in dieser Saison auszeichnet: Selbstbewusstsein, Klarheit und die Fähigkeit, in entscheidenden Momenten Verantwortung zu übernehmen. Ihre Dominanz ist kein Zufall, sondern das Ergebnis harter Arbeit und einer perfekten Einbindung ins Teamgefüge.
Gleichzeitig zeigt ein Blick auf die Konkurrenz, wie hoch das Niveau ist. Mit gleich mehreren Spielerinnen aus Schwerin, Dresden und Stuttgart ist die Spitze dicht besetzt. Doch genau das macht Folleys Leistung noch wertvoller – sie behauptet sich nicht nur, sie führt.
Ergebnisse der Top 10:
1. Mackenzie Foley – VfB Suhl LOTTO Thüringen
2. Eleanor Holthaus – Allianz MTV Stuttgart
3. Antonia Stautz – Allianz MTV Stuttgart
4. Miku Akimoto – Dresdner SC
5. Annegret Hölzig – SSC Palmberg Schwerin
6. Lorena Lorber Fijok – Dresdner SC
7. Helena Kok - SSC Palmberg Schwerin
8. Leana Grozer - SSC Palmberg Schwerin
9. Jette Kuipers – Dresdner SC
10: Tsvetelina Illeva – Ladies in Black Aachen
Monika Brancuska – Punktegarantin mit Strahlkraft
LAuch auf der Diagonalposition setzt Suhl ein Ausrufezeichen. Monika Brancuska steht an der Spitze der Liga – als Top-Scorerin und als Spielerin, die Spiele entscheiden kann.
Die Einschätzung von Dyn bringt ihre Wirkung perfekt auf den Punkt:
„Wo Suhl diese Dame ausgepackt haben“, so Jannik Schiller, „ist unglaublich, Topscorerin der Liga. Man muss sie einfach nur spielen sehen, das macht Spaß.“
Brancuska ist mehr als nur eine Angreiferin. Sie ist ein emotionaler Motor. Ihre Punkte sind oft der Funke, der das Team entfacht. Ihre Präsenz verändert Spiele – und genau das brauchst du in den Playoffs.
Ergebnisse Top 5:
1. Monika Brancuska – VfB Suhl Lotto Thüringen
2. Marta Levinska – Dresdner SC
3. Paulne Martin – Allianz MTV Stuttgart
4. Celine Jebens -Ladies in Black Aachen
5. Mia Kirchhoff – SSC Palmberg Schwerin
Lara Nagels – Die Architektin des Spiels
Wenn man über den Erfolg des VfB Suhl spricht, kommt man an einer Spielerin nicht vorbei: Lara Nagels. Die Zuspielerin ist das Herz des Teams – und laut Ranking die beste ihrer Position.
„Diese Dame gibt die Identität von Suhl vor“, heißt es von Dyn.
Und weiter:
„Man muss mal bedenken, sie hat im letzten Jahr ihre kompletten Angreiferinnen verloren… Der Dame war es fast egal und zeigt einfach, welche Klasse sie hat. Sie ist unfassbar flexibel und kann sich so gut auf verschiedene Spielerinnen einstellen.“
Nagels steht sinnbildlich für die Entwicklung der gesamten Mannschaft. Sie verbindet, sie lenkt, sie passt sich an – und hebt damit jede einzelne Mitspielerin auf ein höheres Niveau. Ihr Spielverständnis ist der Schlüssel zu Suhls Variabilität im Angriff.
Ergebnisse Top 5
1. Lara Nagels – VfB Suhl LOTTO Thüringen
2. Emma Grome – Dresdner SC
3. Emilia Jordan – USC Münster
4. Pia Kästner – Allianz MTV Stuttgart
5. Melani Shaffmaster – Allianz MTV Stuttgart
Stabilität im Zentrum – Block und Kontrolle
Auch im Mittelblock zeigt sich die Qualität des Teams. Roosa Laakkonen und Laura Berger gehören zu den besten ihrer Position – mit beeindruckenden Quoten und wachsender Präsenz.
Besonders Berger wird eine große Zukunft vorausgesagt:
„Sie ist zum ersten Mal dabei, und ich glaube, dass es bei ihr in Zukunft immer weiter nach oben gehen wird.“
Laakkonen hingegen bestätigt ihre Klasse mit konstant starken Leistungen. Ihre Effizienz im Angriff und ihre Stabilität im Block geben dem Team Sicherheit – gerade in engen Spielsituationen.
Ergebnisse Top 10
1. Lucia Varela – Allianz MTV Stuttgart
2. Mette Pfeffer – Dresdner SC
3. Roosa Laakkonen – VfB Suhl LOTTO Thüringen
3. Anna Koulberg – Allianz MTV Stuttgart
5. Esther Spöler – USC Münster
6. Britte Stuut – SSC Palmberg Schwerin
7. Marije ten Brinke – SSC Palmberg Schwerin
8. Laura Berger – VfB Suhl Lotto Thüringen
9. Jasmine Gross – Allianz MTV Stuttgart
10. Lea Ambrosius – Ladies in Black Aachen
Emma Sambale – Die leise Stärke
Während Angreiferinnen oft im Rampenlicht stehen, sind es Spielerinnen wie Emma Sambale, die das Fundament legen. Platz fünf unter den Liberas ist Ausdruck ihrer konstanten Arbeit.
„Sie gibt dem Suhler Annahmeriegel diese besondere Sicherheit“, so Schiller.
Und Schick ergänzt:
„Sie ist auch unfassbar fleißig, ich mag sie sehr.“
Sambale ist der Ruhepol im Spiel. Ihre Annahme schafft die Basis für alles, was danach kommt. Ihre Leistung ist vielleicht weniger spektakulär – aber unverzichtbar.
Ergebnisse Top 5:
1. Yurika Bamba – Allianz MTV Stuttgart
2. Rene Saim - VC Wiesbaden
3. Kacey Jost – Ladies in Black Aachen
4. Patricia Nestler – Dresdner SC
5. Emma Sambale – VfB Suhl LOTTO Thüringen
Mehr als nur Rankings
Diese Platzierungen sind keine Momentaufnahme. Sie sind das Ergebnis einer Entwicklung, die sich über die gesamte Saison aufgebaut hat. Der VfB Suhl ist nicht zufällig dort, wo er jetzt steht.
Die Ranglisten zeigen:
- Suhl hat Qualität in der Breite
- Suhl hat Führungsspielerinnen
- Suhl hat eine klare Spielidee
Und vor allem: Suhl hat eine Mannschaft, die funktioniert.
Der Blick nach vorn
Mit diesem Rückenwind geht es ins Halbfinale. Gegen Schwerin wartet eine Mannschaft mit großer Erfahrung und ebenfalls hoher individueller Klasse. Doch Suhl hat in dieser Saison bewiesen, dass es nicht nur mithalten kann – sondern Spiele prägen kann.
Die Rankings liefern dafür den Beweis.
Jetzt ist es an der Mannschaft, diese Qualität auch auf dem Feld wieder zu zeigen.
Denn am Ende zählen keine Listen.
Am Ende zählt das, was gemeinsam erreicht wird.
(Nach Befragung aller Trainer der 1. Volleyball-Bundesliga, wurden diese Ergebnisse von dem Streamingdienst Dyn zusammengestellt.)