Klarer Sieg beim Aufsteiger: Suhl bereit für den letzten Schritt vor den Playoffs.
Der VfB Suhl Lotto Thüringen hat in der Volleyball-Bundesliga ein klares Ausrufezeichen gesetzt. Beim Aufsteiger ETV Volksbank Volleys Hamburg ließ die Mannschaft von Trainer Laszlo Hollosy nichts anbrennen und gewann souverän mit 3:0 (25:19, 25:12, 25:14). Ein Auftritt, der nicht nur die Tabellenpunkte sicherte, sondern auch Selbstvertrauen für die entscheidende Phase der Saison brachte.
Dabei begann die Partie in der Hansestadt zunächst noch mit einem kurzen Moment der Unsicherheit. Die Gastgeberinnen erwischten den besseren Start und gingen früh mit 8:6 in Führung. Doch diese Phase sollte nur ein kurzes Aufflackern der Hoffnung für den Aufsteiger bleiben. Sobald der VfB seinen Rhythmus gefunden hatte, übernahmen die Thüringerinnen das Kommando auf dem Feld.
Angeführt von Kapitänin Roosa Laakkonen zeigte Suhl seine ganze Qualität. Gemeinsam mit Mackenzie Foley und Monika Brancuska sorgte sie dafür, dass der Druck im Angriff stetig wuchs. Punkt für Punkt arbeiteten sich die Gäste nach vorne, bis der erste Satz schließlich mit 25:19 an den VfB ging. Besonders beeindruckend war dabei das Zusammenspiel zwischen Zuspielerin Lara Nagels und Laakkonen, das mehrfach perfekt funktionierte und den Hamburgerinnen kaum eine Chance in der Abwehr ließ.
Im zweiten Satz wurde der Unterschied zwischen beiden Teams noch deutlicher. Suhl spielte jetzt mit einer Mischung aus Präzision, Tempo und Konsequenz. Hamburg fand kaum Mittel gegen die stabile Annahme und die variablen Angriffe des Pokalsiegers. Selbst als Trainer Hollosy im Verlauf des Satzes wechselte und unter anderem Hannah Hartmann sowie Irene Ramos Mencia aufs Feld brachte, blieb der Spielfluss der Gäste ungebrochen.
Mit einer beeindruckenden Serie zog Suhl davon und stellte auf 24:10 – die Vorentscheidung in dieser Partie. Der Satz ging schließlich klar an die Thüringerinnen, die damit bereits mit einem Bein im sicheren Auswärtssieg standen.
Der dritte Durchgang verlief ähnlich dominant. Ohne Hektik, aber mit viel Kontrolle spielte der VfB die Partie zu Ende. Hamburg fehlte die Durchschlagskraft im Angriff, während Suhl weiterhin konzentriert blieb und kaum Fehler zuließ. Am Ende stand ein deutliches 25:14 auf der Anzeigetafel – und damit ein souveräner 3:0-Erfolg.
Für den VfB Suhl war dieser Sieg mehr als nur ein Pflichtprogramm gegen den Tabellenletzten. Nach dem Gewinn des DVV-Pokals und den intensiven Wochen der Bundesliga zeigte das Team erneut seine Stärke und mannschaftliche Geschlossenheit. Gleichzeitig bleibt der Blick fest auf die Tabelle gerichtet, denn der Kampf um die bestmögliche Ausgangsposition für die Playoffs ist noch nicht entschieden.
Nun richtet sich der Fokus auf den letzten Spieltag der Hauptrunde. Am kommenden Wochenende wartet mit der Partie in Aachen die nächste Aufgabe – und möglicherweise die letzte Chance, noch einmal Druck auf die Konkurrenz auszuüben. Während Suhl unbedingt einen weiteren Dreier einfahren will, richtet sich der Blick auch auf die anderen Hallen der Liga, denn die Entscheidungen um die Platzierungen fallen oft erst in den letzten Minuten der Hauptrunde.
Fest steht: Die Mannschaft aus Thüringen geht mit Rückenwind in dieses Finale der regulären Saison. Das klare Auftreten in Hamburg hat gezeigt, dass der VfB bereit ist für die heiße Phase. Und wenn die Form stimmt, das Zusammenspiel funktioniert und der Teamgeist weiterhin so spürbar bleibt, dann könnte Suhl auch in den kommenden Wochen noch für einige emotionale Volleyball-Abende sorgen. Die Playoffs werfen ihre Schatten bereits voraus.