8 January 2026

VfB Suhl gegen CSO Voluntari

Teamleistung, Tempo und Heimkulisse tragen Suhl zum CEV-Pokalsieg im Heimspiel in der Wolfsgrube – 3:1 gegen CSO Voluntari

Das CEV-Pokalspiel zwischen dem VfB Suhl und CSO Voluntari entwickelte sich zu einer Partie, die vor allem eines eindrucksvoll belegte: variabler, mutiger Angriff ist auf internationalem Niveau der Schlüssel zum Erfolg. Genau darin lag an diesem Abend die große Stärke der Suhlerinnen. Mit einem ständig wechselnden Offensivspiel, kluger Verteilung und hohem Tempo stellte der VfB den Gegner immer wieder vor neue Aufgaben – und setzte sich am Ende hochverdient mit 3:1 durch.

Dabei begann das Spiel alles andere als einfach. Der erste Satz ging mit 23:25 an die Gäste aus Rumänien, die ihre Qualität im Aufschlag und im Blockspiel konsequent ausspielten. Doch statt Unruhe oder Verunsicherung zeigte der VfB Suhl genau das, was eine international gereifte Mannschaft auszeichnet: Anpassungsfähigkeit. Mit Beginn des zweiten Durchgangs wurde das Angriffsspiel deutlich variabler, die Laufwege präziser, die Entscheidungen mutiger. Der Lohn folgte prompt – 25:18 für Suhl, getragen von Tempo, Übersicht und mannschaftlicher Geschlossenheit.

Im Zentrum dieses Spiels stand Monika Brancuska, die ihrer Rolle als Teamleaderin in jeder Phase gerecht wurde. Sie übernahm Verantwortung, forderte Bälle in entscheidenden Momenten und setzte mit ihrer Durchschlagskraft wichtige Signale. Doch so sehr Brancuska dem Spiel ihren Stempel aufdrückte, so sehr lebte der Erfolg von der Breite des Kaders. Die Angriffe kamen aus allen Positionen: über Außen, über die Mitte, über klug gespielte zweite Bälle. Genau diese Unberechenbarkeit machte es CSO Voluntari zunehmend schwer, sich defensiv einzustellen.

Der dritte Satz spiegelte diese Entwicklung eindrucksvoll wider. Mit erneut 25:18 dominierte der VfB das Geschehen. Die Annahme stabil, das Zuspiel variabel, der Angriff kompromisslos – ein Auftritt, der klar zeigte, auf welchem spielerischen Niveau diese Partie geführt wurde. Lange Ballwechsel, intensive Rallyes und hohes Tempo prägten das Bild. Beide Teams agierten mit großer Disziplin, doch Suhl hatte in dieser Phase die bessere Balance zwischen Risiko und Kontrolle.

Was zusätzlich spürbar war: die Energie von den Rängen. Vom ersten bis zum letzten Ballwechsel trug die Fangemeinschaft ihre Mannschaft mit lautstarker, unermüdlicher Unterstützung. Jeder Punkt wurde gefeiert, jeder Block bejubelt, jede Rettungsaktion frenetisch begleitet. Diese Atmosphäre wirkte nicht nur antreibend auf die Suhlerinnen, sondern hinterließ auch Eindruck beim Gegner. Die Heimhalle wurde zum emotionalen Verstärker eines ohnehin hochintensiven Spiels.

Im vierten Satz zeigte sich schließlich die Reife des VfB Suhl. Ohne Hektik, aber mit maximaler Entschlossenheit spielten die Thüringerinnen ihren Plan konsequent zu Ende. Wieder wechselten die Angriffslösungen, wieder kamen unterschiedliche Spielerinnen zum Abschluss. Mit 25:20 sicherte sich der VfB den Satz – und damit den 3:1-Erfolg in einer Partie, die dem Anspruch des CEV-Pokal in jeder Hinsicht gerecht wurde.

Der Schlusspunkt setzte eine Szene, die sinnbildlich für diesen Abend stand: kollektiver Jubel auf dem Feld, ausgelassene Freude auf den Rängen, pure Euphorie in der Halle. Dieser Sieg war mehr als ein sportliches Ergebnis. Er war Ausdruck einer starken Teamleistung, eines variablen, modernen Angriffsspiels und einer Einheit aus Mannschaft und Fans. Ein europäischer Volleyballabend, der zeigte, dass der VfB Suhl auf internationaler Bühne nicht nur mithalten kann – sondern bereit ist, Akzente zu setzen.