25 January 2026

VfB Suhl gegen Binder Blaubären TSV Flacht

VfB Suhl setzt klares Zeichen und festigt Platz zwei

Mit einem in jeder Hinsicht überzeugenden Auftritt hat der VfB Suhl Lotto Thüringen in der 1. Volleyball-Bundesliga ein deutliches Zeichen gesetzt. Gegen den Aufsteiger Binder Blaubären TSV Flacht feierten die Südthüringerinnen einen klaren 3:0-Erfolg (25:13, 25:7, 25:7) und benötigten dafür lediglich 55 Minuten Spielzeit. Es war der fünfte Heimsieg in Serie und zugleich die erfolgreiche Verteidigung des zweiten Tabellenplatzes hinter Spitzenreiter Stuttgart.

Die Partie stand dabei unter besonderen Vorzeichen. Nur neun Tage zuvor war der VfB im Europacup gegen das rumänische Spitzenteam Voluntari ausgeschieden – ein bitteres Ergebnis, das noch nachwirkte. Gegen Flacht ging es deshalb nicht nur um zwei Punkte, sondern auch um Wiedergutmachung und ein positives Signal für die anstehenden Aufgaben in der Liga. Entsprechend konzentriert und fokussiert präsentierte sich die Mannschaft von Cheftrainer Laszlo Hollosy von Beginn an.

Suhl dominierte das Spielgeschehen in allen Elementen. Besonders im Blockspiel war der VfB den Gästen klar überlegen. Immer wieder scheiterten die Angriffe der Blaubären an der gut organisierten Defensive der Gastgeberinnen. Zwar konnte Flacht zu Beginn der Sätze phasenweise mithalten, doch mit zunehmender Spieldauer setzte sich die spielerische Klasse der Suhlerinnen immer deutlicher durch. Punkteserien, präzise Aufschläge und variable Angriffe sorgten für schnell klare Verhältnisse, vor allem im zweiten und dritten Durchgang, die regelrecht deklassierend ausfielen.

Laszlo Hollosy nutzte die Einseitigkeit der Partie zudem, um mehreren Spielerinnen Einsatzzeiten zu geben. Außenangreiferin Svea Naujack stand von Beginn an auf dem Feld und zahlte das Vertrauen mit acht Scorerpunkten sowie sichtbar großer Spielfreude zurück. Auch Irene Ramos Mencia und Hannah Hartmann erhielten kurze Spielanteile. Die Breite des Kaders und die Ausgeglichenheit der Mannschaft unterstrichen einmal mehr den Status des VfB als etablierte Spitzenmannschaft der Liga.

Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Block um Laura Berger und Kapitänin Roosa Laakkonen, der für Flacht nahezu unüberwindbar blieb. Berger steuerte 13 Punkte bei, Laakkonen neun – beide prägten mit ihrer Präsenz am Netz den Spielverlauf entscheidend. Als wertvollste Spielerinnen der Partie wurden Mackenzie Foley auf Suhler Seite sowie Lizzy Lobzhanidze für Flacht ausgezeichnet.

Trotz der deutlichen Niederlage zeigte sich am Ende des Abends eine bemerkenswerte Szene der Fairness. Der Suhler Fanclub verabschiedete das Gästeteam und die mitgereisten Flachter Anhänger mit Applaus und aufmunternden Gesängen – ein starkes Zeichen von Respekt gegenüber dem couragiert kämpfenden Aufsteiger.

.Auch abseits des Spielfeldes hatte der Spieltag besondere Momente. Unter dem Motto „Blaulicht-Special“ setzte der VfB ein sichtbares Zeichen des Dankes an Einsatzkräfte wie Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und THW. Blaue Leuchtstäbe auf den Rängen sorgten für ein eindrucksvolles Bild in der Wolfsgrube. Zudem war mit Maria Segura Palleres eine ehemalige Topspielerin und heutige Spielerberaterin zu Gast, die die Entwicklung des VfB ausdrücklich lobte und Suhl als außergewöhnlichen Standort im deutschen Volleyball hervorhob.

Mit dem klaren Sieg konnte der VfB nicht nur seinen Punktvorsprung auf direkte Konkurrenten ausbauen, sondern auch neues Selbstvertrauen tanken. Vor den kommenden Auswärtsspielen in Münster und Wiesbaden sowie mit Blick auf das DVV-Pokalfinale in Mannheim setzt der Erfolg gegen Flacht den nächsten Baustein in einem bislang äußerst stabilen und konsequenten Saisonverlauf.