6 December 2025

Allianz MTV Stuttgart gegen VfB Suhl

Allianz MTV Stuttgart gegen VfB91Suhl

Stuttgarter Dominanz – Suhl schöpft trotz Niederlage Hoffnung für das Pokal-Highlight

uDer Abend in Stuttgart verlief anders, als es sich der VfB91 Suhl erhofft hatte. Mit 0:3 musste sich der Tabellendritte dem ungeschlagenen Spitzenreiter Allianz MTV Stuttgart geschlagen geben – eine deutliche Niederlage, die jedoch in ihrem Gesamtbild weit mehr Facetten besitzt als das nackte Ergebnis vermuten lässt.

Während Stuttgart am letzten Punktspieltag spielfrei war und ausgeruht in die Partie starten konnte, hatte Suhl erst zwei Tage zuvor das enorm kräftezehrende CEV-Rückspiel in Bukarest hinter sich gebracht – inklusive einer intensiven Partie, langer Reisezeiten und mentaler Belastung. Diese Umstände hinterließen Spuren.

Besonders die Spielerinnen, die unter der Woche in Rumänien noch für ihre souveränen Leistungen gelobt worden waren, wirkten in Stuttgart fahrig. In der Annahme schlichen sich ungewohnt viele Ungenauigkeiten ein: Zuspiele verfehlten die gewünschte Präzision, manche Bälle landeten im Aus oder kamen in völlig anderen Zonen an. Das Stellungsspiel sorgte zusätzlich für Probleme – ein wiederkehrendes Muster, das Stuttgart mehrfach ausnutzte. Es betraf sowohl die Annahmeabsicherung als auch den Bereich hinter dem Block, wo entscheidende Punkte verloren gingen.

Auch der kämpferische Biss, normalerweise ein Markenzeichen der Suhlerinnen, fehlte an diesem Abend phasenweise. Mehrere Ballwechsel gingen verloren, weil vermeintlich ins Aus geglaubte Bälle doch noch im Feld landeten – ein Detail, das den Unterschied gegen ein Topteam wie Stuttgart gnadenlos offenlegt.

Und dennoch: Ein kleines Ausrufezeichen setzte der VfB im dritten Satz. Nach einem völlig misslungenen Start und einem Rückstand von 14:5 kämpfte sich die Mannschaft Punkt für Punkt zurück und verkürzte auf 15:14. Diese Phase zeigte eindrucksvoll, was trotz aller Widrigkeiten an diesem Tag möglich gewesen wäre. Stuttgart blieb jedoch stabil und brachte den Satz sowie das Spiel souverän zu Ende.

Für Suhl gilt der Blick nun dem, was wirklich zählt: dem DVV-Pokal-Halbfinale am Mittwoch gegen den Dresdner SC in der Wolfsgrube. Dort werden die Karten neu gemischt. Mit frischer Energie, Heimvorteil und der Unterstützung der Fans soll die Reaktion folgen – ganz nach dem Motto: Neues Spiel, neues Glück.