In einem Volleyballspiel, das wenig Schönes bietet, setzt sich einmal mehr der Favorit aus dem Süden durch.
Das 24. Thüringenderby der 1. Volleyball-Bundesliga der Frauen geht an den VfB Suhl Lotto Thüringen. Die Mannschaft von Suhls Cheftrainer Laszlo Hollosy setzte sich in der Erfurter Riethsporthalle mit 3:0 (25:19, 25:15, 25:19) durch.
Siebter gegen Fünfter, das versprach ein Duell auf Augenhöhe, wenngleich die Tabelle zu diesem frühen Saisonzeitpunkt noch wenig aussagekräftig sein dürfte. An ein tatsächlich ausgeglichenes Spiel glaubte angesichts der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren und erst recht nach der für die Suhlerinnen so erfolgreichen Spielzeit 2024/25 niemand so recht.
Zum Team von Erfurts neuem Coach Pablo Sanchez gehörte die kurzfristig verpflichtete US-Amerikanerin Alianza Darley, die für die am Kreuzband verletzte ehemalige Suhlerin Lydia Stemmler geholt worden war.
Das Spiel begann äußerst zerfahren – wer auf der Suche nach volleyballerischen Leckerbissen war, stellte fest, dass er zumindest im ersten Satz an diesem späten Samstagnachmittag die falsche Wahl getroffen hatte. Erst als die Gäste im zweiten Satz ihren Rhythmus gefunden und die Gastgeberinnen wiederum selbigen nicht aufnehmen konnten, wurde es eine klare Angelegenheit für den VfB Suhl. Über die Stationen 13:7, 19:12 und 23:14 setzte er sich ab. Das Spiel indes – weiterhin keine Schönheit.
Angesichts des bisherigen Spielverlaufes war es auch im dritten Satz eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis sich das VfB-Team absetzen konnte. Eigentlich. Denn beim 12:11-Zwischenstand aus Sicht der Erfurterinnen musste Laszlo Hollosy eine Auszeit nehmen. Das sollte helfen, denn auch wenn das Spiel auf beiden Seiten holprig blieb, führten die Suhlerinnen bald wieder mit 15:20.
Bisher hatten sie von zwölf Spielen, die sie bei den Erfurterinnen absolvierten, zwölf gewonnen. Und wie gesagt, seit Samstagnachmittag schlägt’s 13.